VII Torneo de Golf

Am Freitag, den 5. Mai 2017, fand im Club Campestre das 7. solidarische Golfturnier zugunsten der Fundación ROMELIO statt. Die Startgelder werden der Fundation als Spenden bereitgestellt. Zudem wurde das Turnier von vielen Unternehmen aus Bucaramanga und der näheren Umgebung gesponsert. 

Trotz zwischen zeitlicher Regenfälle war das Turnier ein voller Erfolg mit einem großen Teilnehmerfeld. Der Tag wurde abgerundet durch ein Livekonzert von Made Alvarez, einer befreundeten Sängerin. 


La tienda vacía

Die Fundación ROMELIO hat im Dezember 2016 bereits zum zweiten Mal das Projekt La tienda vacía ("Das leere Geschäft") durchgeführt. 

Ziel dieses Projektes ist es, hochwertige Kleiderspenden zu sammeln, um diese dann für kleines Geld in der Fundación an die Bewohner der umliegenden Armenviertel zu verkaufen. Die Einnahmen kommen dabei der Fundación zugute. Das Einkaufscenter Parque Caracolí stellte uns und anderen Hilfsorganisationen aus Bucaramanga ein leerstehendes Kleidergeschäft zur Verfügung. Nun konnte jede Hilfsorganisation je 2 Wochen lang in der Vorweihnachtszeit Spenden in dem Geschäft sammeln. Das Geschäft war morgens immer komplett leer, d.h. es lagen keine Kleider aus. Im Laufe des Tages wurden die Kleiderspenden dann im Stile eines klassischen Kleidungsgeschäfts aufgehängt. Am Abend war die Tienda vacía stets gut gefüllt mit den zahlreichen Spenden von Freunden, Bekannten und Passanten des Einkaufszentrums. Abgerundet wurde das ganze mit einem vielfältigen Rahmenprogramm an Sängern, Tanzkursen, Zaubershows und vielem mehr. 

Die gesammelten Kleiderspenden werden nun in der Tienda solidaria auf dem Gelände der Fundation ROMELIO an die Bewohner der Armenviertel weiterverkauft und die Einnahmen für die Kinder genutzt. 

 


Feliz cumpleaños, Matthias!


Weihnachtsbrief 2014

Liebe ROMELIO-Freunde,

 

der Jahreswechsel rückt näher und auch dieses Jahr möchte ich Sie über unsere Arbeit in Kolumbien informieren.

 

 Für Viele ist die Kindheit die schönste Zeit im Leben. Doch wer mit seiner Familie unter Anwendung von Gewalt vom Land vertrieben wird oder in einem Elendsviertel in einem Holzverschlag ohne Basisversorgung aufwachsen muss, für den ist diese Phase des Lebens alles andere als ungetrübt. 

Vor ziemlich genau 30 Jahren habe ich die Situation der Kinder und ihrer Familien in den Elendsvierteln von Bucaramanga in Kolumbien persönlich kennengelernt und es stimmt mich traurig, dass sich an der Situation nichts Wesentliches verändert hat. Tausende von Mädchen und Jungen in der Stadt Bucaramanga erleben täglich, dass ihre Rechte in großem Ausmaß verletzt werden. In der kolumbianischen Gesellschaft fehlt es den Kindern an Fürsprechern und Unterstützern. Umso wichtiger ist es, dass wir weiter mit unserer Hilfsorganisation in Bucaramanga aktiv sind. Es geht uns um die Würde jedes einzelnen Kindes. Wir wollen, dass die Jungen und Mädchen überleben und sich gut entwickeln können, mit unserer Arbeit wollen wir ihnen den Respekt erweisen, den sie verdienen.

 Im Jahr 2014 haben wir die Zahl der Kinder, die täglich im ROMELIO-Zentrum betreut werden, auf über 200 erhöht. Täglich besuchen 98 Mädchen und 110 Jungen die Einrichtung. 40 dieser Kinder werden in speziellen Gruppen betreut, in der die diversen Problemlagen der traumatischen Vetreibung aus ihren Heimatregionen mit einer adäquaten, speziell auf sie abgestimmten, pädagogischen und psychologischen Betreuung systematisch aufgearbeitet werden.

Alle Kinder können das ROMELIO-Zentrum von Montag bis Freitag besuchen. Die Jungen und Mädchen werden um sieben Uhr morgens von ihren Erzieherinnen empfangen. Schon bei der Begrüßung werden die Eltern angesprochen, damit abgeklärt werden kann, ob besondere Aspekte bei der Arbeit mit den Kindern berücksichtigt werden müssen. Wenn die Eltern gegangen sind, singen alle Kinder gemeinsam ein Morgenlied, sie waschen sich die Hände und frühstücken zusammen. Bevor die Kinder in ihre Gruppenräume gehen, steht zunächst eine Stunde Sport auf dem Stundenplan, unterschiedliche Aktivitäten werden auf dem großen Freigelände realisiert. Im Vordergrund der pädagogischen Arbeit am Morgen steht die ganzheitliche Förderung der Jungen und Mädchen: dabei werden kognitive, soziale und motorische Fähigkeiten im kreativen Miteinander erlernt. Alle Kinder essen in dieser Zeit eine große Portion Obst, damit der Vitaminspeicher aufgefüllt werden kann. Gegen 11.30 Uhr sammeln sich alle erneut im Gruppenraum und nehmen gemeinsam ein speziell für sie arrangiertes Mittagessen ein, dieses wird jeden Tag mit frischen Produkten vom Markt zubereitet.

Die kleineren Kinder machen nach dem Mittagessen einen Mittagsschlaf, die größeren nehmen an verschiedenen künstlerischen Angeboten teil: sie musizieren, lernen kolumbianische Tänze oder üben kleine Theaterstücke ein. Den Tag können die Kinder dann im Freien Spiel ausklingen lassen, bevor sie nach Einnahme einer weiteren Mahlzeit von ihren Bezugspersonen abgeholt werden.


Insgesamt waren dieses Jahr 26 Frauen und Männer im ROMELIO-Zentrum für die Kinder vor Ort. Alle Mitarbeiter haben in den zurückliegenden Monaten an Fortbildungen teilgenommen. Regelmäßige Seminare im Rahmen der "Elternschule" wurden ebenfalls wieder angeboten: die Kinder nehmen am Ende jeder Woche ein Elternheft mit nach Hause, in dem die Mütter und Väter konkrete Problemstellungen aufschreiben können. Die Sozialarbeiterin Kelly Johanna bereitet auf Basis dieser Informationen die einzelnen Veranstaltungen für die Eltern vor. Weiterhin Bestand hat die Gruppe "Mujeres con valor" (Frauen mit Wert), in der die Mütter die Möglichkeit haben, sie betreffende Themenkomplexe zu erörtern und zu bearbeiten.


Im Herbst wurde wieder ein Golf-Benefizturnier in Bucaramanga organisiert, bei dem Spenden gesammelt werden konnten. Die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen wurde weiter forciert. Einerseits soll der Austausch die Qualität der Hilfe verbessern, andererseits soll eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit auf die Probleme in den Elendsvierteln hinweisen und zur Mitarbeit motivieren.


Auch im Jahr 2015 werden wir für die Kinder präsent sein. Wir sind ein kleiner Verein, der jede ideelle und finanzielle Hilfe dringend benötigt. Für Ihre Unterstützung möchte ich mich schon jetzt bedanken und Ihnen ein schönes und friedliches Jahr 2015 wünschen.

 

Matthias Brückner

(1. Vorsitzender)